Nutzen Sie die Kraft der Heilkräuter!

 IHR SPAGYRIK EXPERTE 

Spagyrik
Immer mehr Menschen vertrauen auf naturheilkundliche Mittel und Methoden, wenn es um Beschwerden wie Erkältung, Einschlafprobleme oder Kopfschmerz geht. Gegen viele dieser Gesundheitsprobleme ist ein Kraut gewachsen.
Frische Heilkräuter werden auch für die Herstellung spagyrischer Essenzen verwendet.
Die durch einen Veredelungsprozess entstandenen Essenzen tragen die Kraft der Pflanze, die Energie der Homöopathie, das seelische Prinzip der Bachblüten und die Mineralstoffe der Schüssler-Salze in sich. Spagyrik ist eine Heilmethode, die auf Paracelsus zurückgeht. Spagyrische Essenzen tun schonend Gutes und sind für Erwachsene, Kinder und Säuglinge geeignet. Gerne können Sie auch Ihre eigene individuelle Mischung erstellen lassen.

Senden Sie hierzu eine E-Mail an: info@diegrueneapotheke.de, oder kommen Sie in die Grüne Apotheke; dort gibt es fachkundige Beratung von den Spagyrologinnen Maren Brückbauer, Ulrike Behr und Lena Schermert.

Unsere Empfehlungen ersetzen keinen Arztbesuch!

Die Spagyrik
ist eine ganzheitliche Therapie für Körper, Geist und Seele und ein bedeutender Bestandteil unter den natürlichen Heilmitteln. Sie ist eine alte Heilmethode und geht auf Paracelsus zurück.
Das Wort Spagyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet >trennen und wieder zusammenfügen<.
Ausgesuchte, frische und geprüfte Heilpflanzen werden mit Hefe vergoren, was zu einer optimalen Freisetzung der Wirkstoffe führt. Die vergorene Pflanzenmasse, die bereits den spezifischen Duft der Essenz erkennen lässt, wird destilliert. Der verbleibende Rückstand wird schonend getrocknet und verascht.
So werden auch die wertvollen Mieralstoffe der Pflanze
gewonnen und anschließend im Destillat gelöst. Spagyrische Essenzen sind gut verträglich, sie bewähren sich sowohl bei akuten als auch bei chronischen Krankheiten. 

Die spaygrischen Essenzen nach Dr. Zimpel haben eine große therapeutische Breite. Bisher sind keinerlei Unverträglichkeiten bekannt, so dass sie hervorragend zur Selbstmedikation geeignet sind.

Heilpflanze des Monats März: Sonnenhut (Echinacea angustifolia)
Der Sonnenhut stammt aus Nordamerika. Er wurde erst Ende des 19.Jahrhunderts in Europa bekannt. Wegen seiner wunderschönen purpurroten Strahlenblüten wird er schon lange in unseren Gärten als Zierpflanze angepflanzt. Er blüht den ganzen Sommer hindurch.  Arzneilich verwendet wird vor allem die Wurzel, aber auch die ganze Pflanze.
Die Indianer verwendeten den Sonnenhut zur Heilung von Wunden aller Art.
Das BGA empfiehlt den Echinacea  zur Unterstützung der Abwehrkräfte bei Erkältungskrankheiten in Hals- Nasen- und Rachenbereich. Hierzu gibt es Tropfen, Tabletten, Saft oder homöopathische  Zubereitungen. Aber auch zur Grippevorbeugung und zur Unterstützung bei verschiedenen Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Schuppenflechte, werden Sonnenhutpräparate eingesetzt.

Echinacea wirkt auch sehr gut in spagyrischen Zubereitungen, hier in erster Linie auch als Immunstimulans zur Umstimmung und Steigerung der Abwehrleistung gegen Infektionen.  Weiter wirkt Echinacea antiseptisch und entzündungshemmend  bei Abszessen, Eiterungen und Furunkeln, auch bei übelriechenden und schlecht heilenden Wunden im Kieferbereich.

Menschen die auf Korbblütler allergisch reagieren oder mit Medikamenten ihr Immunsystem unterdrücken, sollten Präparate mit Sonnenhut nicht anwenden.

Pflanzenbotschaft: Ich verwurzele Dich im irdischen Dasein, umgebe Dich mit einem Schutzmantel, damit Du Dein Potenzial ausschöpfen kannst.


Heilpflanze des Monats Februar:

Thuja occidentalis (Abendländischer Lebensbaum)

Thuja, der Lebensbaum, ist ein immergrünes Zypressengewächs und kann bis zu 20m hoch werden. Ursprünglich ist er  in Nordamerika und Ostasien beheimatet, aber er findet weltweit Verwendung als Kultur- und Zierpflanze. Hier in Deutschland treffen wir den Lebensbaum häufig als Hecke an (Thujahecke). Er bildet an Holz, Zapfen und Zweigspitzen ein stark giftiges Öl, das Hautreizungen auslösen kann und beim Verzehr sogar tödlich wirken kann.
Vor der Frühjahrsblüte werden die Zweigspitzen gesammelt und zu einer Tinktur verarbeitet, welche für homöopathische  Behandlungen eingesetzt wird. An Wirkstoffen sind hier v.a. ätherisches Öl mit Thujon, Sesquiterpene und Flavonoide zu nennen.

In der Homöopathie wird Thuja hauptsächlich eingesetzt bei dermatologischen Beschwerden wie z.B. Warzen, Feigwarzen, Ekzeme und Hautausschläge, aber auch bei Erkältungen, Neuralgien und Rheuma.

In der Spagyrik hat Thuja ein großes Wirkungsspektrum. Gerade jetzt im Frühjahr wird es in Kombination mit Brennnessel, Löwenzahn, Schachtelhalm, Goldrute und Schöllkraut als hochwirksames Entgiftungsmittel eingesetzt. Thuja ist geeignet zur unterstützenden Behandlung vieler chronischer Beschwerden. Es wirkt abwehrsteigernd, antibakteriell, bronchospasmolytisch, expektorierend, entgiftend und wassertreibend. Somit wird es häufig angewendet bei rheumatischen Beschwerden, bei Warzen, Infektionen, Sinusitis, zur Impfbegleitung, zur Anregung des Lymphflusses bei Ödemen, bei Gicht und Polypen.
Auf emotionaler Ebene bringt Thuja positive Energie, stärkt und richtet auf. Man gibt es deshalb bei Traurigkeit und Schwermut , auch in Kombination mit anderen spagyrischen Pflanzen.

Die Pflanzenbotschaft lautet: Thuja bringt deine Lebensenergie zurück und sorgt dafür, dass Du wieder ja zum Leben sagen kannst.

Heilpflanze des Monats Januar:  Ringelblume (Calendula officinalis)

Seit dem 12. Jahrhundert wird die Ringelblume als Zier- und Heilpflanze in Mitteleuropa angebaut. Die einjährige Pflanze wächst in Gärten bis zu 60cm hoch und blüht leuchtend orange-gelb von Mai bis Oktober; in diesem Jahr sogar bis Weihnachten.
Wenn man die Ringelblume im Vorjahr bis zur Samenreife stehen gelassen hat, sät sie sich im Garten sehr häufig wieder von selbst aus.
Die Blüten der Ringelblume werden im aufgeblühten Zustand bei sehr trockenem Wetter eingebracht und an einem luftigen Ort getrocknet. Sie sind ein hervorragendes Wundheilmittel, was auch die
starke Verbreitung der Ringelblumensalbe erklärt. Diese wirkt hauptsächlich entzündungshemmend, adstringierend, antibakteriell, pilztötend und abschwellend. Ringelblumensalbe wird eingesetzt bei Ekzemen, Entzündung  und Vereiterung der Haut, Blutergüssen, leichten Brandwunden und Furunkeln.

Die äußerliche Anwendung der Ringelblume ist zwar bekannter, aber man kann sie auch innerlich einsetzen z.B. als Tee, Tinktur, Homöopathika oder als spagyrische Essenz, vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Menstruationsproblemen.  Hier wirkt sie hauptsächlich krampflösend.
Ringelblumentinktur hilft auch hervorragend bei Mund- und Zahnfleischentzündung.
In der Spagyrik hat Calendula ein sehr großes Anwendungsspektrum.  Hauptsächlich wird sie eingesetzt zum Reparieren körperlicher Traumen und zur Beruhigung nervöser Zustände nach jeder Verletzung, Verbrennung, Operationen und Unfällen, aber auch bei entzündeter Haut und Schleimhaut. Eine regulierende Wirkung hat sie auch auf das Nervensystem.

Die Pflanzenbotschaft lautet:
"Ich bin Balsam für die Seele, den Körper und Deinen Geist."
Für alle die sich Sorgen machen.

Heilpflanze des Monats Dezember: Artischocke (Cynara scolymus)

Die Artischocke hat sich vor ca. 2000 Jahren aus den arabischen Ländern in den Mittelmeerraum verbreitet. Mittlerweile wird sie aber überall da angebaut, wo es das Klima zulässt.

Die Artischocke gehört botanisch zu den Disteln und kann bis zu 2m groß werden. Ihre violetten Blüten sind etwa 10cm groß und die großen Knospen  werden als Gemüse gekocht und gegessen.
Arzneilich verwendet werden die Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter, Pflanzensaft und Wurzel.

Sie enthält viele Bitterstoffe und Gerbstoffe. Sie ist deshalb eine wertvolle Heilpflanze  bei Leber- und Gallenproblemen; gut zur Regulierung des Cholesterinspiegels, bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen.
Die Artischocke wirkt appetitanregend, cholesterinsenkend, krampflösend, spasmolytisch und verdauungsfördernd.

Artischocken Produkte gibt es in Form von Kapseln und Frischpflanzensaft.

Homöopathisch und spagyrisch kann man mit Cynara Scolymus eine sehr gute Wirkung auf Leber-Galle und Verdauungssystem erreichen.

Pflanzenbotschaft: "Befreiung von materiellem Besitz und falschen Ideen"

Denken Sie dabei, was Ihnen durch die Werbung täglich suggeriert wird und überlegen Sie, was Sie für Ihr Leben wirklich brauchen.

 

 

Heilpflanze des Monats: Die Eiche (Quercus robur)

Die Eiche wächst bevorzugt in Mischwäldern und kann bis zu 40m hoch und bis zu 800 Jahre alt werden. Der stattliche Baum gilt in Deutschland als der König der Bäume. Sein langlebiges, stabiles Holz gerechtfertigt diese Ansicht.
Aus den Eichen – Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die nussartigen Eicheln, die in einem halbrunden „Hütchen“ sitzen und viele Bitterstoffe enthalten. Sie sind für Menschen ungenießbar, jedoch von Wild- und Hausschweinen werden sie sehr gerne gefressen.
Als heilkräftiger Pflanzenteil der Eiche wir die Rinde verwendet. Eichenrinde - Gerbstoffdroge. Als Tee oder Tinktur angewendet, wirkt sie zusammenziehend und entzündungshemmend, bei Ekzemen und schlecht heilenden Wunden. Innerlich wird sie bei Durchfall und Darmentzündung  angewendet.

Da Eichenrinde auch antibakteriell und blutstillend wirkt, setzt man sie auch bei Halsschmerzen, Zahn-und Mundschleimhautentzündungen, Hämorrhoiden, Fußschweiß, Fußpilz, Frostbeulen und Analfissuren ein.
Der Gerbstoff „härtet“ die Schleimhäute und entzieht somit den Bakterien den Nährboden. Diese „gegerbten“ Schleimhäute werden dann später abgestoßen, um neuem gesundem Gewebe Platz zu machen.

Als Bachblüte Oak wird die Blüte der Eiche verwendet, die zwischen April und Mai blüht. Sie steht für Stärke und Pflichtbewusstsein.
In der Spagyrik wird Quercus häufig verwendet. Die Hauptwirkorte sind hier: Blut und Lymphe, endokrines System, Nieren, Leber, Milz, Wirbelsäule und Verdauungstrakt. Auch als Stärkungsmittel für Körper und Intellekt sowie nach Traumen aller Art wird Quercus eingesetzt. Auf Haut, Schleimhaut wirkt Quercus, spagyrisch eingesetzt, wundheilend, blutstillend, adstringierend und antiseptisch.

Die Pflanzenbotschaft: Quercus öffnet Dein Herz für andere und macht Schluss mit Hass und Unverständnis


Heilpflanze des Monats Oktober: Salbei (Salvia officinalis)
Ursprünglich kommt der Salbei aus Gebirgen in Südeuropa. Ab Mitte Mai blüht er violett. Seine länglichen Blätter sind weich und filzig.
Salbei riecht herb und kampferartig und schmeckt leicht bitter und adstringierend.
Wirkung und Anwendung:
Schweißhemmend und super gegen Halsschmerzen.
Salbei kann jedoch noch viel mehr. Als Tee getrunken hilft er auch gegen Husten, Kehlkopfentzündung und andere Erkältungserscheinungen. Er fördert den Stoffwechsel, stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an.

Sänger und Redner können den Salbeitee auch gegen Heiserkeit anwenden.
Salbei enthält östrogenartige Substanzen, daher hilft er auch bei allerlei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden.
Zum Abstillen ist Salbeitee sehr nützlich, er bremst nämlich die Milchproduktion und kann Milchstau verhindern.
Bei Entzündungen
der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches spült man den Mund mit Salbeitee.
Äußerlich als Waschung, Spülung und Bädern hilft Salbei bei schlechtheilenden Wunden, Ekzemen, Geschwüren und bei stark schwitzenden Füßen.
In der Spagyrik hat der Salbei ein großes Anwedungsgebiet.  Hierzu zählen z.B Entzündungen im HNO-Bereich, Angina, Mund und Zahnfleischentzündungen, Rachenentzündungen, Husten mit Schleim, klimakterischen Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen (besonders Nachts).

Pflanzenbotschaft:
Salz des Leben. Ich helfe Dir an Dein Lebensziel zu kommen, ohne das Du anderen schadest.


Heilpflanze des Monats September: Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Kapuzinerkresse, die auch unter dem Volksnamen Gelbes Vögerl, Kapuzinerli oder Salatblume bekannt ist, kommt ursprünglich aus Peru.
Von dort gelangte sie als Ziergewächs nach Europa und hat sich seit dem, von Mai bis Oktober, in unseren Balkonkästen und Blumenbeeten behauptet.
Heilwirkung und Anwendung
:
In der Heimat Peru benutzt man die frischen Blätter schon seit alter Zeit zur Behandlung von Wunden aller Art, besonders von infizierten Wunden. Bei uns wird daraus Arznei hergestellt, die gegen Infektionskrankheiten, besonders im Bereich der Nieren, der ableitenden Harnwege und bei Bronchitis angewendet werden.
Nebenwirkungen
: Wenn man zu viel von den Blättern als Salat isst, kann es zu Reizerscheinungen im Magen- und Darmbereich sowie an den Nieren kommen. Bei Verwendung von Arznei, die nach Vorschrift eingenommen wird, sind keine Nebenwirkungen zu befürchten.
Die Kapuzinerkresse ist sehr bedeutend in der Spagyrik und wird als spagyrisches Antibiotikum bezeichnet. Sie wirkt desinfizierend, immunsteigernd und energiebringend, vor allem bei Lungen- und Nierenerkrankungen.

Pflanzenbotschaft: „Ich schenke Dir Kraft und Vitalität“; Lebensfreude, Regenerierung; sie bringt Energie und Unternehmungslust für kopfbetonte Stubenhocker.

Heilpflanze des Monats August:  Zitronenmelisse (Melissa officinale)
Die Zitronenmelisse, oder auch einfach Melisse, ist eines der klassischen Küchen- und Heilkräuter, die in keinem Garten oder Balkon fehlen darf. Ursprünglich stammt sie aus dem warmen Süden von Europa. Die einstige Wildpflanze wurde kultiviert und man findet sie in vielen Gebieten Europas, teilweise auch wildwachsend, da sie relativ geringe Ansprüche an den Standort hat.
Die Zitronenmelisse ist eine pflegeleichte, mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 30-60cm. Charakteristisch für sie ist der zitronenartige Duft der Blätter, der wahrgenommen wird, wenn man die Blätter vorsichtig zwischen den Fingern verreibt.  Beim Ernten der Melissenblätter (z.B .für einen Tee) muss man jedoch darauf achten, dass dies vor der Blütezeit (Juli/August) geschieht, denn dann haben die Blätter keinen angenehmen Geruch und Geschmack mehr. Große Aufmerksamkeit genießt die Zitronenmelisse seit Jahrhunderten als Heilkraut. Im Vordergrund steht hier die beruhigende Wirkung. Deshalb ist sie sehr wirksam bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe, oft auch kombiniert mit Baldrian, Hopfen und Lavendel. Bei Menstruationsproblemen und nervösen Magen-Darm- und Herzbeschwerden wirkt Zitronenmelisse beruhigend und krampflösend.

Eine sehr gute ausgleichende Wirkung  hat auch ein Melissen-Vollbad. Dazu nimmt man 50g Melissenblätter , übergießt sie mit 1l Wasser, bringt die Mischung zum Sieden und seiht nach 10 Minuten ab. Dieser Aufguss wird dem Vollbad zugegeben.
In der Spagyrik ist die Melisse ein sehr bewährtes Mittel. Sie schenkt entspannte Ruhe bei Nervosität und Anspannung, wirkt entkrampfend und verdauungsregulierend. Eine sehr gute Wirkung hat die Melisse auch bei Herpes, Aphten, Fieberbläschen, Mundsoor und Gürtelrose. Sie wirkt sehr stark antiviral, v.a. auf das Herpes Simplex Virus. Praktisch ist hierbei auch die Anwendung als Spray, welches direkt auf die betroffenen Stellen im Mund, Lippe oder Körper aufgesprüht werden kann.

Die Pflanzenbotschaft lautet: Fehlendes Vertrauen; Zukunftsangst; die fünf Sorgen der Menschheit (Geld; Arbeit; Gesundheit; nahe stehende Personen; grundlegende existentielle Fragen)

Heilpflanze des Monats Juli: Johanniskraut (Hyperici Herba)
Der Namensgeber des Johanniskrauts ist der hl. Johannes, dessen Gedenktag am 24. Juni ist. Um diese Zeit blüht das Johanniskraut goldgelb an Wegrändern, Gärten und Wäldern.

In Mitteleuropa ist es weit verbreitet und wird gesammelt, wenn es voll erblüht ist. Es enthält ätherisches Öl, Flavonoide, Harze und Gerbstoffe, wobei der wichtigste Wirkstoff ist das Hypericin ist.

Wie keine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben.
Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und dieses Wissen wird heute von der Schulmedizin bestätigt.
Johanniskraut hat eine leicht beruhigende Wirkung und es beeinflusst depressive Zustände besonders im Klimakterium. Bei der Behandlung mit Johanniskraut  ist nach ca. 4-6 Wochen eine deutliche Aufhellung der Stimmungslage zu erkennen. Deshalb kann man Johanniskraut auch als pflanzliches Antidepressivum bezeichnen.
Weiter hilft Johanniskraut auch bei anderen Erkrankungen des Nervensystems, bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Kopfschmerzen und Migräne.
Bei Neuralgien, Rheuma, Hexenschuss, Verstauchungen und Verletzungsfolgen leistet Johanniskraut Öl, äußerlich eingerieben, wertvolle Hilfe.
Als Tee angewendet hilft Johanniskraut sehr gut auch bei Verdauungsbeschwerden, und homöopathisch gibt man es hauptsächlich zur Linderung von Schmerzzuständen, nach Gehirnerschütterung, bei Depressionen und Nervenschmerzen als Folge von Verletzungen. Johanniskraut macht die Haut empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Deshalb sollte man bei der Einnahme von Johanniskraut Sonnenbäder und Solarium Besuche unbedingt vermeiden.
Auch in der Spagyrik findet sich ein großes Anwendungsspektrum für Johanniskraut. Es wirkt auch hier entzündungshemmend, schmerzlindernd, beruhigend und antidepressiv.
Man bezeichnet es auch als „Arnica“ der Nerven.
Es leistet gute Hilfe bei heftigen Schmerzen nach Verletzungen durch Stiche von Nadeln, Nägeln, Splittern, bei Ischialgie, Zahnarzt-Nachbehandlungen, nervösen Erschöpfungszuständen und Schwermut.
Pflanzenbotschaft: Ich bringe Licht und Sonne in Dein Leben. Fehlende Vaterliebe.

Heilpflanze des Monats Juni: Tollkirsche (Atropa Belladonna)

Die Tollkirsche ist eine mehrjährige Pflanze, die in Mitteleuropa heimisch ist. Die Blätter sind eiförmig und ein kleines Blatt steht immer einem größeren Blatt gegenüber. Im Sommer entwickeln sich aus den bräunlichen Blüten, schwarze  glänzende Früchte, die viele Samen enthalten. Wie auch alle anderen Pflanzenteile  enthalten sie viele giftige Alkaloide wie Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin. Die stark giftige Tollkirsche ist nicht direkt als Heilkraut zu verwenden, sondern ist nur in homöopathischer Verdünnung oder spagyrisch zubereitet in der Naturheilkunde nutzbar. Der Laie sollte sie weder sammeln noch anwenden. Sie ist die klassische Gift-und Hexenpflanze Mitteleuropas. Die verführerisch schwarz glänzenden und kirschgroßen Beeren verlocken Kinder und auch Erwachsene zum Naschen, aber schon wenige Früchte können tödlich sein. Vergiftungserscheinungen sind zuerst Mundtrockenheit und Herzrasen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schluckbeschwerden, Halluzinationen und Bewusstlosigkeit. Das Vögel Tollkirschen fressen ohne Schaden zunehmen, darf nicht über die Giftigkeit für den Menschen hinwegtäuschen.

In homöopathischer Verdünnung ab D3 kann Belladonna sehr gut bei Fieber und Schmerzen helfen, vor allem  wenn das Gesicht glüht und man rote Wangen hat.

Auch bei Krämpfen und Neuralgien hilft Belladonna. Ebenso zur Erleichterung der Atmung bei Asthma und krampfartigen Husten.
In der Spagyrik ist Belladonna ein wichtiges Fieber-und Schmerzmittel. Es wirkt entzündungshemmend, krampfstillend und entspannend. Es hilft sehr gut, wenn der Krankheitsbeginn sehr plötzlich kommt und mit voller Stärke einsetzt. Die Patienten haben meist ein hochrotes, heißes und feuchtes Gesicht mit Blutandrang zum Kopf. Sie sind unruhig und sehr empfindlich auf Berührung, Licht und Erschütterung.

Pflanzenbotschaft: Verschafft Erleichterung und Entkrampfung

Heilpflanze des Monats Mai:
Maiglöckchen (Convallaria Majalis)

Derzeit blüht in Laub-und Buchenwäldern das in Europa und Nordamerika heimische Maiglöckchen.

Es steht unter Naturschutz. Die dunkelgrünen, ovalen-lanzettlichen Blätter gleichen den Blättern des Bärlauchs. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Maiglöckchen sind stark giftig!

Die Blüten sehen aus wie kleine weiße Glöckchen und duften sehr stark und wohlriechend. Das giftige Maiglöckchen enthält ca. 30 verschiedene herzwirksame Glykoside. Deshalb darf man es auf keinen Fall selbst anwenden. Es wird nur in Fertigpräparaten und in homöopathisch oder spagyrischer Form verwendet. Hier ist das Maiglöckchen ein wertvolles Heilmittel, bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Altersherz und verschiedenen anderen Herz- und Kreislaufbeschwerden-auch nervöser Art. Es wirkt deutlich milder und ungefährlicher als der viel verwendete Fingerhut (Digitalis).

Das Homöopathikum Convallaria wird aus der ganzen, frischen und blühenden Pflanze bereitet. Man setzt es in der Potenz D2 bei nervösen Herzstörungen ein.

In der Spagyrik wird Convallaria bei nachlassender Herzkraft, Herzrhythmusstörungen, nervösen Herzbeschwerden durch Aufregung, schwachen und aussetzendem Puls, Atemnot bei geringer Anstrengung, Stauungen und Ödemen verwendet.
Pflanzenbotschaft lautet:

Um Dich wieder für das Leben zu öffnen, schenke ich Dir Trost und Harmonie.

Heilpflanze des Monats April: Wildes Stiefmütterchen (Viola Tricolor)
Das Stiefmütterchen ist eine einjährige Pflanze, die ca. 20-30 cm hoch wird. Es gehört zu den ersten Frühlingsblühern und blüht bis August in verschiedenen Farben (gelb, blau, violett oder gemischtfarbig). Man findet es häufig auf Äckern, trockenen Wiesen und Gartenland. Es enthält Saponine, Flavonoide, Schleim, Vitamin C und Salicylsäureverbindungen. In der Kräuterheilkunde wird meistens das Kraut verwendet. Es wirkt antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend und schmerzstillend.

Das Stiefmütterchen ist bei den verschiedensten Hautkrankheiten, vor allem bei Milchschorf, Akne, Ekzemen, Schuppenflechte und Herpes wirksam. Es wirkt blutreinigend und stoffwechselfördernd. Man kann es im Rahmen einer Frühjahrskur zur Stärkung des Stoffwechsels einsetzen. Nervosität und Schlaflosigkeit kann man Stiefmütterchenkraut verwenden.

Das Homöopathikum Viola tricoloris wird aus der frischen blühenden Pflanze gewonnen und bei Hautausschlägen, trockenen und nässenden Ekzemen, Milchschorf und Juckreiz im Bereich der Scheide eingesetzt.

In der Spagyrik verwendet man Viola tricolor hauptsächlich bei Ekzemen und Hautausschlägen mit unerträglichem Juckreiz besonders an Gesicht und Kopf. Es ist ein Blutreinigungsmittel mit cortisonähnlicher Wirkung, wirkt schweißtreibend, hautstoffwechselfördernd und harntreibend.

Pflanzenbotschaft: Ich helfe Dir, die Welt mit anderen Augen zu sehen und gebe Dir Vertrauen in das Leben zurüc

Heilpflanze des Monats März:  Die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Die Küchenschelle, volkstümlich auch Kuhschelle, Osterblume oder Windblume genannt, gehört zu den schönsten Frühlingspflanzen. Im zeitigen Frühjahr findet man die violett/gelb blühende und unter Naturschutz stehende Küchenschelle auf trockenen sonnigen Grasflächen.
Besonders empfindliche Menschen können durch die Berührung der Pflanze blasenbildende Ausschläge bekommen. Die Küchenschelle enthält nämlich den giftigen Wirkstoff Protoanemonin, Saponine und Gerbstoffe. Aufgrund ihrer Giftigkeit wird Pulsatilla kaum in der Phytotherapie eingesetzt. In der Homöopathie und in der Spagyrik spielt sie eine große Rolle und wird gegen ein breites Spektrum von Beschwerden eingesetzt. Hierzu gehören z.B. Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Galle-, Leber-, Nieren-und Blasenbeschwerden, Migräne, Depressionen, Ekzeme und Menstruationsbeschwerden.

Homöopathatisch wird Pulsatilla vorwiegend als weibliches Konstitutionsmittel genutzt. Es passt besonders gut zu schüchternen, hellhäutigen, gefühlsbetonten und empfindlichen Menschen mit wechselhaften Stimmungen und Neigung zu Melancholie und Weinerlichkeit. Für Kinder die sehr an ihrer Mutter hängen und viel Zuneigung brauchen, wird Pulsatilla erfolgreich eingesetzt. Akute Erkrankungen werden mit Pulsatilla in der Potenz D4 bis D12 behandelt, während bei chronischen Störungen meist D30 und höhere Potenzen gegeben werden. Als spagyrische Essenz hat Pulsatilla eine große Wirkung auf Psyche, Schleimhäute und Hormonsystem. Es wird hauptsächlich eingesetzt bei Stimmungsschwankungen, entzündeten Schleimhäuten, Verdauungs- und hormonellen Problemen und Schmerzen aller Art.
Die Pflanzenbotschaft lautet: Pulsatilla hilft Dir, Deine sensible Seite nutzbringend in Dein Leben zu einzubringen.

Heilpflanze des Monats Februar: Die Küchenzwiebel (Allium cepa)

Die Küchenzwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird seit mehr als 5000 Jahren als Heil-Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Schon in den Pyramiden fand man sie als Grabbeigaben und bei den Römern zählte sie zu den Grundnahrungsmitteln. 2015 war die Zwiebel Heilpflanze des Jahres. Die frische Zwiebel dient als Heildroge; in ihr findet man schwefelhaltige Inhaltstoffe wie Vitamine und in der Zwiebelschale Flavonoide, dazu Alliin, Allicin, Polysulfide, Propanthialoxid, welches das Augentränen beim Zwiebelschneiden bewirkt.  

Leider werden frische Zwiebeln nur wenig medizinisch verwendet, dabei wirken sie sekretionsanregend, verdauungsfördernd, appetitsteigernd, wassertreibend, wundheilend, vorbeugend gegen Grippe, Schnupfen, Halsentzündung und lindernd gegen Husten. Man kann der Zwiebel antibakterielle, blutdrucksenkende, blutverflüssigende und antiasthmatische Eigenschaften nachweisen. Äußerlich kann man Zwiebelsaft bei Insektenstichen, Furunkeln und zur Nachbehandlung von Blutergüssen verwenden.
Bei Erkältungskrankheiten und Husten können Sie selbst einen Zwiebel-Sirup herstellen. Hierzu zerhacken Sie eine ganze Zwiebel sehr fein und mischen sie mit 3 Eßlöffeln Zucker. Das Ganze wird mit 1/8 Liter Wasser einige Minuten lang gekocht. Dieser Ansatz wird einige Stunden beiseite gestellt und dann ausgepresst. Von dem Saft werden 3-5x täglich 1-2 Teelöffel eingenommen. Eine Alternative zum Antibiotikum ist ein Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen. Hierzu zerkleinert man eine Zwiebel, erwärmt sie kurz ohne Öl, schlägt sie dann in ein Baumwolltuch ein, legt diesen auf das entzündete Ohr und fixiert es mit einem Stirnband. Die Zwiebeldämpfe wirken antimikrobiell, sekretlösend und schmerzstillend.
In der Homöopathie verwendet man Allium cepa bei Erkältungs- und Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Kehlkopfkatharren, Ohrenschmerzen, Heiserkeit und Bronchitis.
In der Spagyrik wird Allium cepa bei akuter Rhinitis, Asthma, Meteorismus und Nervenschmerzen nach Amputationen eingesetzt. Hauptindikationen sind außerdem brennende Reizung der Schleimhäute von Nase- und Auge, Heuschnupfen, akute Konjunktivitis, Rachen- und Kehlkopfentzündung, Blähungskoliken und krampfartigen Husten.
Pflanzenbotschaft: Schicht für Schicht zu verzeihen und dies zur eigenen Heilung nutzen.

Heilpflanze des Monats:  Angelica archangelica (Engelwurz)

Die Engelwurz ist ein zweijähriges Doldengewächs, das bis zu zwei Meter hoch wird. Im Juli/ August blühen die Dolden grün-weiß. Engelwurz wächst in subarktischen Breiten, in ganz Nordeuropa und Nordasien, an Flussufern und auf Wiesen. Da sie nur sehr langsam keimt, ist es nicht so einfach sie anzubauen. Wenn sie sich im Garten jedoch eingelebt hat, sät sie sich auch immer wieder von selbst aus und kommt immer wieder.

Weil die Pflanzensäfte die Haut stark reizen, sollten bei der Ernte immer Handschuhe getragen werden. Sie kann auch sehr leicht mit dem tödlich giftigen Wasserschierling verwechselt werden. Engelwurz hat einen angenehmen aromatischen Geruch und süßen Geschmack (Wildgemüse).

Man verwendet den getrockneten Wurzelstock mit den größeren Wurzeln. Die Wirkstoffe sind ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe, Furanocumarine und Harze, die schon im Mund ihre Wirkung entfalten. Der Speichel beginnt gleich zu fließen. 
Angelica archangelica
wirkt entkrampfend, harn- und schweißtreibend; fördert die Magensaft- und Gallensekretion und wirkt antiseptisch.
Für einen Tee verwendet man einen halben Teelöffel trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Der Tee wird kalt angesetzt, dann kurz aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen. Einige Inhaltsstoffe erhöhen die Empfindlichkeit für Sonnenlicht und können bei empfindlichen Menschen eine Entzündung der Haut und Ekzeme verursachen.
Engelwurz entstaut das Lymphsystem und kann zur Abneigung gegen Alkohol führen.
Der Platz auf denen man Engelwurz findet, ist ein heiliger Ort und soll Glück bringen.

Die Pflanzenbotschaft: Stärkung der Ich-Kräfte. Die Engelwurz ist der Schutzengel, der dir hilft, auch schwierige Situationen zu ertragen.

Heilpflanze des Monats Dezember: Beifuß (Artemisia vulgaris)
Der Beifuß sprießt bei uns als „Unkraut“ sehr häufig an Wegrändern, Zäunen, Böschungen und Ufern. Durch seine dunklen Blätter und unauffälligen Blüten wird er oft gar nicht als Heilpflanze wahrgenommen. Er kann eine Höhe bis zu 1,50m erreichen und blüht von Juni bis September. Zur Blütezeit werden die oberen Triebspitzen geschnitten und in Bündeln getrocknet.
Die Bitterstoffe und das ätherische Öl sind die Wirkstoffe, die den Beifuß zu einem aromatischen Bittermittel machen. Die Schulmedizin verwendet jedoch Beifuß kaum, sondern seine „kräftigeren Bruder“, den Wermut.
Als Gewürz verwendet, ist Beifuß wiederum beliebter, da er nicht ganz so bitter schmeckt. Er wird häufig verwendet für Fette und schwere Speisen um sie bekömmlicher und leichter verdaubar zu machen. Insbesondere zum Gänsebraten wird er aktuell gerne verwendet. Beifuß ist bestens geeignet zur Anregung der Saftproduktion in Magen- und Darm, zur Verbesserung des Gallenflusses und zur Erhöhung der Gallenproduktion in der Leber.
Zur Zubereitung eines Beifuß-Tees nimmt man 1 gehäugten Teelöffel geschnittenes Beifußkraut, übergießt ihn mit ¼Liter kochendem Wasser, lässt ihn 1-2 Minuten ziehen und seiht dann ab. Bei Bedarf kann man 1-3x täglich 1Tasse trinken.

In der Spagyrik ist der Beifuß eine häufig verwendete Pflanze zur Anregung des Kreislaufs, der Hypophyse und der Keimdrüsen um z.B. nach dem Absetzen der Pille den Hormonhaushalt zu normalisieren. Er wirkt nämlich gut auf Östrogen-und Gestagenhaushalt.
Weiter wird Beifuß eingesetzt bei chronischen Magen-und Darmkatarrhen, zur Tonisierung des Magens, zum Öffnen der Ausleitungswege, bei großer Schwächer, Gedächtnisschwäche und Schwindel.
Pflanzenbotschaft: Spagyrisches Emotionsmittel!
Konzentration auf das Wesentliche, klare Sicht, Entscheidungsfreude und Selbstbehauptung bei Zerstreutheit, Unentschlossenheit, Entscheidungsschwäche und innerer Unsicherheit.

Heilpflanze des Monats November: Wermut (Artemisia Absinthium)

Der Wermut, in Südeuropa heimisch, wurde im Mittelalter von Mönchen nach Mitteleuropa gebracht, wo er in Klostergärten kultiviert wurde. Er liebt felsige Standorte, trockenen Boden und kommt an Wegrändern, Zäunen und Flussufern vor. Die mehrjährige Pflanze mit ihren grauen, filzigen Blättern wird bis zu 100cm hoch. Die gelben, unscheinbaren Blüten erscheinen von Juli bis September.
Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden.
Wermut enthält neben den Bitterstoffen auch ätherisches Öl und Gerbstoffe.
Wermut ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Magen-Darm- und Gallenbeschwerden, sowie zur Appetitanregung. Meistens wird er als Tee oder Tinktur verwendet. Für einen Wermut-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt in zehn Minuten ziehen. Nach dem Abseihen wird er in kleinen Schlucken getrunken. Täglich ein bis zwei Tassen. Der Versuch Wermut-Tee zu süßen, ist sinnlos, denn bitter und süß ergeben niemals einen harmonischen Geschmack, in diesem Fall beeinträchtigt das süßen sogar die Wirksamkeit. In einer Mischung mit Pfefferminze und Tausendgüldenkraut schmeckt Wermut nicht ganz so bitter.
Wermut sollte nicht in zu großen Mengen und über sehr lange Zeit eingenommen werden.

Auch in der Spagyrik wird Wermut sehr häufig eingesetzt, vor allem auch in Kombination mit anderen Pflanzenessenzen z.B Pfefferminz, Kamille, Brechnuss (Nux Vomica), Bärlapp (Lycopodium), Alraune (Mandragora) und Okoubaka  bei Magen- und Leberleiden, Appetitlosigkeit und Sodbrennen.

Auf emotionaler Ebene bewirkt er Anregung des Lebensflusses und der Lebensenergie.           
Pflanzenbotschaft lautet: Wermut „Bringt Licht ins Dunkle der Seele“.

Heilpflanze des Monats Oktober: Hopfen (Humulus Lupulus)

Der Hopfen ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden dann auch  in der Heilkunde verwendet und im Spätsommer geerntet. Hopfen wird bei uns kultiviert und rankt etwa  3-6m hoch. Man findet ihn zum Teil auch wild in feuchten Gebüschen, an Ufern, Waldrändern und Hecken. Der Hopfen ist den meisten bekannt vom Bier trinken. Er ist derjenige, der das  Bier so herb macht.
Er enthält Bitterstoffe, ätherisches Öl, Harzsubstanzen, Humulon und Lupulon, Mineralstoffe und Flavonoide.  Das Anwendungsgebiet des Hopfens ist sehr weit gespannt, doch wird er meist anderen Heilpflanzen zur Unterstützung  oder Verstärkung gegeben. Eher selten gebraucht man ihn alleine. So ist er in Blutreinigungstees, Magentees, Beruhigungs- und Schlaftees vertreten. Zusammen mit Weißdorn, Mistel, Baldrian und Knoblauch ist er in verschiedenen Arzneizubereitungen  gegen Altersbeschwerden.  Auf Grund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern.
In der Homöopathie gilt Humulus Lupulus in erster Linie als gutes Beruhigungsmittel, aber wird auch eingesetzt bei nervösen Magenbeschwerden, gerne auch in Kombination mit Hafer. Hopfen ist auch ein beliebter Bestandteil von Schlafkissenfüllungen.
Für einen Hopfentee übergießt man einen Teelöffel Hopfenzapfen mit kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen.
Auch in der Spagyrik wird Hopfen häufig eingesetzt. Er gilt hier als „Emotionsmittel“, hat eine ausgleichende Wirkung auf das Vegetativum, beruhigt ohne müde zu machen, wirkt bei nervöser Unruhe, Erregungszuständen, Schlafstörungen und Wechseljahrbeschwerden.  Als „Emotionsmittel“ hilft Hopfen bei psychischen Verletzungen  und Verwundungen beim loslassen schmerzhafter Erfahrungen  und zur Distanzfindung von seelischen Verletzungen.
Die Pflanzenbotschaft lautet: Neue Lebenssituation; Gelegenheit zur Veränderung.
Er hilft dabei, sich nicht an innere Verwundungen zu klammern, eigene Fehler einzugestehen und sich selbst zu verzeihen.

Heilpflanze des Monats September: Malve (Malva silvestris)

Auch unter dem volkstümlichen Namen Käsepappel bekannt, blüht derzeit mit violett/roten Blüten die Malve – an Wegrändern, Zäunen, Mauern und auch auf Schuttplätzen. Sie wird meist 30-40cm hoch und die Blätter erinnern mit ihrer Herzform an die Blätter des Frauenmantels. Es gibt viele verschiedene Malvenarten, die alle eine ähnliche Heilwirkung  haben. Arzneilich verwendet werden hauptsächlich die Blüten, gelegentlich auch das blühende Kraut oder die Blätter. Hauptwirkstoff ist der reichlich vorhandene Pflanzenschleim, daneben etwas ätherisches Öl und Gerbstoff. In der Schulmedizin verwendet man die Malve wenig. Sie ist jedoch Bestandteil vieler Hustentees. Wie alle Schleimdrogen wirkt auch die Malve reizlindernd und einhüllend. Im Vordergrund der Verwendung stehen besonders Erkältungskrankheiten, mit Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen. Aber auch bei Entzündungen der Verdauungsorgane mit Magenbeschwerden und Durchfällen kann die Malve helfen.

Ein großes Anwendungsspektrum hat die Malve vor allem in der Spagyrik. Hier findet Sie Einsatz bei vielen Beschwerden, die das Nervensystem, die Atemwege, Haut und Schleimhäute betreffen. Um nur einige zu nennen: Nervosität, nervliche Auswirkungen von Hauterkrankungen, Reizungen der Bindehaut und Augenlider, Beschwerden im Mundbereich wie Aphten und Zahnfleischentzündungen, Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut, Verstopfung oder Durchfall, Reizdarmsyndrom,  entzündliche Hauterkrankungen und trockene Altershaut.
Die Pflanzenbotschaft lautet:
Von alter Energie zu neuer (Silvester). Neubeginn.

Heilpflanze des Monats August: Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Schafgarbe ist eine sehr beliebte klassische Heilpflanze, die in ganz Europa beheimatet ist. Sie wächst auf Wiesen und an Weg- und Feldrändern. Sie ist sehr genügsam, stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden und ist besonders widerstandsfähig gegen Hitze und Kälte. Von Juni bis Oktober blüht die Schafgarbe und in dieser Zeit wird auch das weiße, blühende Kraut gesammelt und zur Weiterverarbeitung getrocknet.
Schafgarbe enthält viele Bitterstoffe, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide und verschiedene Mineralien (v.a.Kalium). Die Bitterstoffe und das ätherische Öl machen die Schafgarbe zu einem wunderbaren Magenmittel. Man verwendet sie zur Appetitanregung, bei Gastritis, Blähungen, Verdauungsschwäche, Verstopfung und bei Gallenbeschwerden.
Das Azulen enthaltende ätherische Öl wirkt darüber hinaus desinfizierend, entzündungshemmend und krampflösend. Der Kaliumgehalt regt zusammen mit den anderen Wirkstoffen die Tätigkeit der Nieren an, weshalb die Schafgarbe oft für Frühjahrs- und Herbstkuren (meist in Teemischungen) eingesetzt wird.
Eine weitere Eigenschaft der Schafgarbe ist die Blutstillung, sowohl bei äußeren als auch inneren Blutungen.

Für die Zubereitung eines Schafgarben Tees nimmt man 2 gehäufte Teelöffel Schafgarbenkraut, übergießt es mit ¼ Liter kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten ziehen.

In der Homöopathie wird Schafgarbe bei Blutungen verschiedenster Art eingesetzt, aber auch als Kreislaufmittel, bei Krampfadern und Unstimmigkeiten in Magen, Darm und Unterleib.
Auch im emotionalen Bereich leistet die Schafgarbe in der Spagyrik wirksame Hilfe. 
Die Pflanzenbotschaft lautet:  Seelische Probleme verdauen, bittere Erfahrungen  akzeptieren und das persönliche Gleichgewicht wieder zu finden.

In der Spagyrik ist Millefolium ein sehr wichtiges Mittel, bei allen Erkrankungen wo zu viel Blut fließt oder das Blut ins Stocken geraten ist. Somit wird Schafgarbe verwendet bei Nasenbluten, Stauungen im Bauchraum und damit einhergehende Hämorrhoiden und Krampfadern, bei hellroten Blutungen die kontinuierlich fließen, bei Blasen- und Nierenleiden, Magen- und Darmkatarrh mit Koliken und Übersäuerung. Millefolium wirkt blutreinigend, steigert den Stoffwechsel und fördert die Harnausscheidung.

Heilpflanze des Monats Juli: Schöllkraut (Chelidonium majus)
Derzeit finden wir in Gärten, an Mauern und Zäunen und an Wegrändern das kräftig gelb blühende Schöllkraut. Es ist die Hauptblütezeit dieser 30cm-70cm hohen, mehrjährigen Pflanze.Alle Teile der Pflanze, auch die Wurzeln führen einen gelben Milchsaft, der giftig ist, sehr scharf schmeckt, ätzend wirkt und beim Abbrechen der behaarten Stängel oder beim Einreißen der Blätter austritt. Schöllkraut enthält Alkaloide, Saponine, Flavonoide, Carotinoide und ätherisches Öl.
Durch diese Inhaltsstoffe wird Schöllkraut erfolgreich bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt, u.a. zur Anregung des Galleflusses und bei Gallenblasenentzündung.
Das Schöllkraut wird auch gerne, durch seine krampflösende Wirkung, bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Äußerlich aufgetragen, wirkt der ätzende gelbe Saft stark hautreizend und löst, täglich aufgetragen, Warzen, Hühneraugen und Schwielen auf. Hierbei ist zu beachten, dass die umliegende Haut wegen der Ätzwirkung geschützt wird und unbenetzt bleibt.
Wer den frischen Saft nicht verwenden möchte, für den hält die Spagyrik ein sehr gut wirksames “Warzenspray“ bereit. In Kombination mit Thuja, Propolis und Schwalbenwurz entfaltet Schöllkraut hier seine optimale Wirkung. Hierzu muss das Spray 3x täglich innerlich und auch äußerlich angewendet werden.
Das Schöllkraut wird in unseren spagyrischen Sprays weiterhin eingesetzt zur Anregung der Leberfunktion, Förderung des Gallenflusses und in Kombination mit anderen Heilpflanzen, zur Entgiftung und Ausleitung.

Die
Pflanzenbotschaft lautet: Verantwortung tragen. Überlastung. Erneuerung. Umwandlung.

Abschließend muss erwähnt werden, dass Schöllkraut eine sehr stark wirksame Heilpflanze ist, die bei zu hoher Dosierung giftig wirken kann. Besonders in der Wurzel ist der Anteil der giftig wirkenden Alkaloide sehr hoch. Aber auch der Saft ist giftig.
Im getrockneten Kraut verliert sich zwar die Giftigkeit, dennoch ist es ratsam, vor der Anwendung Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker zu halten.

Heilpflanze der Monats Juni: Weißdorn (Crataegus)
Der Weißdorn ist ein Strauch oder kleiner Baum der fast überall in Europa vorkommt. Die spitzen Dornen, mit denen die Zweige ausgestattet sind, geben zusammen mit den prachtvollen weißen Blüten der Pflanze ihren Namen. Die Weißdornblätter sind oberseits dunkelgrün, auf der Unterseite hellgrün und am Rand unregelmäßig gesägt. Weißdorn wächst in lichten Gebüschen, in Hecken, an Zäunen, an sonnigen Hängen und auch in Laubwäldern. Früher waren Weißdornhecken ein "natürlicher Zaun" um das Vieh auf der Weide und wilde Tiere von ihm fernzuhalten. Weißdorn blüht von Mai bis Juni und im Herbst entwickeln sich aus den Blüten leuchtend rote Früchte.
Die wirksamen Inhaltsstoffe(Flavonoide,oligomere Procyanidine,Hyperosid,Rutosid,Vitexin) befinden sich in Blättern und Blüten. Diese werden während der Blütezeit eingesammelt und schnell getrocknet. Sie müssen jedes Jahr frisch geerntet werden, da die Wirksamkeit bei zu langer Lagerung beeinträchtigt wird. Weißdorn ist ein ausgezeichnetes Herzmittel und wird bei verschiedensten Herz-und Kreislaufbeschwerden als Tabletten, Tropfen, Tee und auch in der Spagyrik eingesetzt.
Pflanzenbotschaft lautet:
Öffne Dein Herz, damit Deine Gefühle fließen und Deine seelischen Verletzungen heilen können.

Im Vordergrund steht hier vorallem die günstige Wirkung auf das Altersherz, welches durch Weißdorn belebt, gestützt und gepflegt wird. Aber auch Herzmuskelschwäche nach schweren Infektionskrankheiten, Herzrythmusstörungen, Druck und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, krampfartige Herzschmerzen und nervöse  Herzbeschwerden bessern sich unter der Behandlung mit Weißdorn. Weißdorn erweitert die Herzkranzgefäße und verbessert damit die Durchblutung des Herzmuskels. Eine sofortige Wirkung ist allerdings nicht zu erwarten, aber Ausdauer und Geduld führen zum Erfolg!
Natürlich hat die Selbstbehandlung auch ihre Grenzen. Bei anhaltender Atemnot unter Belastung, Beklemmungsgefühl, Brustschmerzen oder Herzstolpern sollte man umgehend zum Arzt gehen!!

Heilpflanze des Monats Mai: Die Einbeere (Paris quadrifolia)

Die Einbeere ist eine recht auffällige Pflanze, da ihre vier Laubblätter wie ein Quirl unter der Blüte sitzen. In der Mitte der grünen Blütenblätter sitzt der blauschwarze Fruchtknoten, woraus sich ab August eine kirschgroße, blauschwarze Beere entwickelt. Von Mai bis Juni blüht die Pflanze. Sie wird 15-30cm hoch. Die Einbeere findet man in ganz Europa, sie wächst v.a. in Laubwäldern, auf feuchten und nährstoffreichen Böden. Im Volksmund wird die Einbeere auch Fuchsauge, Krähenauge, Teufelsauge oder Wolfsauge genannt. Sie enthält giftige Saponine und organische Säuren. Die Beeren sind, wie alle Teile der Pflanze, schwach giftig und man muss v.a. beim Spaziergang mit kleinen Kindern darauf achten, dass sie die verlockend aussehenden Beeren nicht essen, zumal sie Heidelbeeren gleichen. Zwei oder drei Beeren sind zwar noch nicht gefährlich, aber bei einer größeren Menge kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, Koliken und Schwindelanfällen kommen.

Die Schul-und Volksmedizin gebraucht die Einbeere heute nicht mehr. In der Homöopathie und auch in der Spagyrik wird diese Heilpflanze jedoch auch heute noch sehr geschätzt. Hier findet sie Verwendung bei neuralgischen Kopf- und Gliederschmerzen, rheumatischen Schmerzen, nervöser Erregbarkeit, Migräne, Kribbeln und „Ameisenlaufen“, Heiserkeit und Stimmbandreizung.

Heilpflanze des Monats April: Kleines Immergrün (Vinca minor)
Das kleine Immergrün ist ein mehrjähriger Zwergstrauch und gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse ( Apocynaceae ). Es wird bis zu 30cm hoch und bildet teppichartige Pflanzenbestände. Die kleinen blau-violetten, manchmal auch weißen Blüten, sind trichterförmig, fünfteilig und ca.3cm breit. Die Blätter sind lanzettlich, glänzend und überwintern.
Man findet das Immergrün in Gärten, Parkanlagen, Wegrändern und Wäldern. Es gedeiht an schattigen Stellen unter Bäumen und Sträuchern. Die immergrüne Bodendeckerpflanze benötigt keine Pflege und sieht dennoch sehr dekorativ aus. Sie blüht im Frühjahr, von Mai bis Juni.
Das kleine Immergrün ist in allen Teilen giftig. Es enthält über 40 Alkaloide und die Hauptwirkstoffe Vincamin und Eburnamenin. Deshalb darf es auch nicht mehr als Rezepturarzneimittel verwendet werden. Dieses Verbot gilt jedoch nicht für homöopathische Produkte. Diese werden bei Durchblutungsstörungen eingesetzt.
In der Spagyrik wird Vinca minor hauptsächlich bei allen Hauterkrankungen eingesetzt, wie z.B.chronische nässende Hautausschläge mit Juckreiz, Schuppenflechte, Sonnenallergie, Kontaktallergie, Hautausschläge durch Lebensmittelunverträglichkeit, allergische Hautreaktionen, brennende Flechten mit Borken und Krusten. Außerdem hat das Immergrün eine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem.

Heilpflanze des Monats: Wacholder (Juniperus communis)

Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse und wächst vor allem in Heidelandschaften. Ein beeindruckender Wacholderhain gibt es am Vogtei Rundwanderweg, in der Nähe des Klosters Schönau, bei Strüth im „Blauen Ländchen“.
Das Wacholderbeerenöl ist Bestandteil von vielen Spirituosen wie z.B. Gin. Mit seinem einzigartigen Aroma bereichern die Wacholderbeeren als Küchengewürz manches Gericht. Auch beim Räuchern von Fleisch und Fisch ist er sehr beliebt.
In der Medizin jedoch ist die Pflanze vor allem für seine harntreibende, nierenanregende Wirkung bekannt.
Bei bestimmungsmäßigen Gebrauch treten keine Nebenwirkungen auf.
Ein Esslöffel zerdrückte Wacholderbeeren pro Tag und Tasse, diese mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann absieben und über den Tag verteilt trinken.
Darüber hinaus fördert Juniperus die Verdauung und entgiftet nach übermäßigen Essen.

In der Spagyrik wirkt er auf emotionaler Ebene; hilft manches loszulassen oder auszuscheiden was nicht mehr passend oder stimmig ist. Wacholder klärt und reinigt.

Heilpflanze des Monats: Knoblauch Allium sativum

...Bei Darmproblemen wie Blähungen und schmerzhaften Krämpfen trägt er zur Beruhigung und Normalisierung bei. Alterungsprozesse des Gefäßsystems (Arteriosklerose) können mit Knoblauch verlangsamt werden. Zusätzlich verbessert er die Fließeigenschaften des Blutes, erweitert und entspannt die Gefäße und wirkt sich positiv bei Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten aus. Angewendet wird der Knoblauch am besten frisch, die Apotheke bietet aber auch Knoblauchlösung, Kapseln oder Tabletten an. In der Spagyrik findet der Knoblauch in Mischungen gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck, Erkältungskrankheiten oder bei Darmparasiten Anwendung.

Heilpflanze des Monats Dezember: Die Mistel (Viscum Album)

Die Mistel ist ein stark verästelter, kugeliger, immergrüner Busch, der als „Halbschmarotzer“ auf Laub- und Nadelbäumen wächst. „ Halbschmarotzer“ entziehen ihrem Wirt Wasser und Nährstoffe, betreiben aber selbstständig Photosynthese.
Die Zweige der Mistel sind grün-braun, die Blätter sind gelblich-grün und haben eine ledrige Oberfläche. An den Zweigenden bildet sie unscheinbare Blüten und erbsengroße gelblich-weiße Früchte (Beeren), welche leicht giftig sind und nicht verzehrt werden dürfen.
Im Spätherbst wenn das Laub abfällt, erkennt man die Mistel als rundliche  „Nester“ auf den Bäumen.
Das arzneilich verwendete Mistelkraut enthält v.a. Viscotoxine, Lectine, Flavonoide und Schleimstoffe. Da v.a. das Viscotoxin leicht giftig ist, wird Mistelkraut immer als Kaltauszug angesetzt, denn im kalten Wasser lösen sich die giftigen Stoffe nicht.

Misteltee wird unterstützend bei Bluthochdruck eingesetzt, bei leichten nervösen Herzbeschwerden und in Kombination mit Weißdorn zur Verbesserung der Herzleistung. Desweiteren wird er zur Anregung von Verdauung und Stoffwechsel sowie auch zur Nervenstärkung eingesetzt. Ein Mistel-Kaltauszug kann auch als Umschlag verwendet werden und lindert rheumatische und neuralgische Schmerzen.

Hauptsächlich wird die Mistel jedoch als alternatives Heilmittel zur Begleitung einer Krebstherapie eingesetzt. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, führte die Mistel in der Tumortherapie ein. Sein Ansatz war Folgender: Die Mistel entzieht ihrem Wirt (normalerweise ein Baum) Wasser und Nährstoffe und hungert diesen damit langfristig aus. Auch Krebs ließe sich auf diese Weise bekämpfen. Hierzu werden spezielle anthroposophisch-homöopathische Zubereitungen angewendet. Der Erfolg einer herkömmlichen Krebstherapie kann dadurch oftmals verbessert werden und Nebenwirkungen von Chemotherapien gelindert werden.

In der Weihnachtszeit werden Mistelzweige oft als Weihnachtsschmuck an Haustüren gehängt, um das Haus vor Schaden zu bewahren. Und wer sich unter Mistelzweigen küsst, soll ein glückliches Liebespaar werden….

Heilpflanze des Monats November: Ginkgo (Ginkgo biloba )

Seit Jahrtausenden ist der Ginkgobaum in China und Japan als „Tempelbaum“ und Heilpflanze bekannt. Seit dem 18. Jahrhundert wächst er auch in Europa, wo er in Gärten und Parks angepflanzt wird. Ein Ginkgobaum kann bis zu 30m hoch werden und obwohl er aussieht wie ein Laubbaum, zählt er botanisch gesehen zu den Nadelhölzern. Er kann über 1000 Jahre alt werden und ist äußerst widerstandsfähig. Er ist zweihäusig getrenntgeschlechtig, es existieren männliche und weibliche Pflanzen. Die Blätter haben ein charakteristisches Aussehen. Sie sind langgestielt, fächerförmig und zweilappig. Im Herbst bildet der Ginkgobaum pflaumengroße, gelbliche Samen (Früchte), die einen holzigen Kern besitzen. Das Substanzgemisch von Flavonoiden, Ginkgoliden und Terpenen ist für die Wirkung zuständig. Aus einem Ginkgoblätter Tee werden die Wirkstoffe nur unzureichend herausgelöst, deshalb kommen Ginkgo Tabletten  oder Tropfen zum Einsatz. Ginkgo verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und verbessert somit auch die Durchblutung im Hirnbereich. Dadurch wird die Merk –und Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Arteriosklerotische Veränderungen im Gefäßsystem können aufgehalten werden und auch eine Alzheimer-Demenz kann verlangsamt werden. Auch bei Schwindel und Tinnitus ( Ohrensausen ) kann Ginkgo helfen.

In der Spagyrik steht er für neues und befreiendes Denken und reinigt den Geist.
Wer jedoch blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte Ginkgo nur nach Rücksprache mit seinem Arzt einnehmen, denn die Heilpflanze kann den Effekt der Blutgerinnungshemmer verstärken. Auch vor einer anstehenden Operation sollte Ginkgo rechtzeitig  abgesetzt werden.

Heilpflanze des Monats Oktober: Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum)

In Parkanlagen, Gärten und an Straßen wächst die Rosskastanie, ein Baum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann. Ursprünglich stammt sie aus Südosteuropa und dem Kaukasus, aber angepflanzt kommt sie in ganz Europa vor. Seine schmalen Blätter ordnen sich fingerförmig an, werden über 20cm lang und befinden sich an langen Stielen. Im Frühling bilden sich prächtige rosafarbene oder weiße Blüten und im Herbst stattliche Früchte. Die Frucht besteht aus einer kugeligen, grünlichen Kapsel mit weichen Stacheln, in der sich die rotbraunen, glatten und glänzenden Samen (die Kastanien) befinden. Diese sind, im Gegensatz zu Esskastanien, für den Menschen ungenießbar. Kinder freuen sich im Herbst über Kastanien als Bastelmaterial, außerdem werden sie im Winter zur Wildfütterung verwendet. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Rosskastaniensamen. Sie enthalten 3-10% eines komplex zusammengesetzten Saponingemisches. Ein Anteil davon heißt Aescin. Dieser Wirkstoffkomplex besteht aus mehr als 30 Einzelsubstanzen. In Laborversuchen weist Aescin verschiedene Effekte auf. Es hat eine große Wirkung auf das gesamte Gefäßsystem. Dadurch, dass es gefäßabdichtend wirkt, verhindert es Wasseransammlungen im Gewebe. Außerdem wirkt es leicht entzündungshemmend. Aus diesen Gründen werden Extrakte aus Rosskastanien in pflanzlichen Arzneimitteln gegen Beschwerden bei Krampfadern, Venenschwäche und auch Hämorrhoiden eingesetzt. In Form von Salben, Gelen oder Tabletten hilft Rosskastanie somit bei Schweregefühl in den Beinen und bei abends leicht angeschwollenen Knöcheln.
Zubereitungen aus Rosskastanien rufen nur selten Nebenwirkungen hervor.
Patienten, die blutverdünnende  Arzneimittel einnehmen, sollten Zubereitungen mit Rosskastanie nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.   

Heilpflanze des Monats September: Lavendel (Flores Lavandulae)

Der duftende Lavendel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Derzeit blüht der mehrjährige Halbstrauch auch in unseren Gärten und wird mitunter einen halben Meter hoch. Lavendel enthält hauptsächlich angenehm duftendes ätherisches Öl, sowie Flavonoide, Phytosterole und Cumarine. Eingesetzt werden Lavendelblüten, auch in spagyrischer Essenz, zur Beruhigung von Nerven und Gemüt, Erregungszuständen, Schulstress, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, vegetativer Dystonie, Magen- und Darmkoliken sowie nervösen Magen- Darm- Beschwerden, Migräne und Neuralgien.
Für einen Lavendeltee nimmt man 2 gehäufte Teelöffel Lavendelblüten und übergießt sie mit 250ml kochendem Wasser. Die Ziehzeit  beträgt 5-10 Minuten.
Für ein entspannendes und beruhigendes Lavendelbad stellt man zunächst einen Sud aus 50-60 g Lavendelblüten und einem Liter Wasser her. Diese Mischung wird dann zum Sieden erhitzt,  nach 10 Minuten ab gesiebt und dem Vollbad zugegeben.
In kleine Stoffkissen eingenähte Lavendelblüten haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung und sind v.a. für Kinder gut geeignet.
Außerdem vertreiben Lavendelkissen Kleidermotten, wenn man sie in Schränke legt.

Heilpflanze des Monats August: Spitzwegerich (Plantago lanceaolata)

Der Spitzwegerich gehört zu den häufigsten Heilpflanzen unserer Flora. Man findet ihn überall, auf Wiesen Feldern und an Wegrändern.
Er blüht von Mai bis September; Blüten und Blätter sind eßbar, allerdings werden nur die Blätter arzneilich verwendet. Die Spitzwegerich Blätter kann man den ganzen Sommer hindurch sammeln. Sie enthalten u.a. viele Schleimstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und haben durch das Glykosid Aucubin eine antibiotische Wirkung.
Durch den hohen Schleimgehalt ist der Spitzwegerich ein ausgezeichnetes Hustenmittel. Man findet ihn in sehr vielen Hustensäften zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege mit Heiserkeit und starkem Hustenreiz. Außerdem wird er eingesetzt bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Hierzu wird auch gerne ein Spitzwegerich- Tee verwendet.
Dazu werden 1-2 TL Spitzwegerich Blätter mit 1/4l kochendem Wasser übergossen und nach 15 Min. ab gesiebt. Ein Saft aus frischen Blättern wird im Frühjahr als Kur zur Blutreinigung angewendet. Frische, zerdrückte Spitzwegerichblätter  leisten sehr gute erste Hilfe bei Insektenstichen mit Juckreiz und Schwellungen. In der Homöopathie verwendet man anstatt des Spitzwegerichs den Breitwegerich ( Plantago major).  Dieser wird hauptsächlich bei Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen und Neuralgien eingesetzt.

Beispiele für "Spagyrische Mischungen"

Abschalten
Anti Infekt
Aphten
Blasenentzündung
Entgiftung
Flugangst
Halsschmerzen
Herpes
Heuschnupfen
Husten 

Muskelkrampf
Notfallmittel
Periodenbeschwerden
Post-OP Mittel
Prüfungsangst
Rauchfrei
Schlaflosigkeit
Sonnenallergie
Schmerzen
Warzen
Wechseljahrsbeschwerden